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Aus der Redaktion
Tagebuch-Notizen, Februar 2010
 

Anfang Februar habe ich die Spielwarenmesse in Nürnberg besucht. Einen separaten Kurzbericht darüber können Sie hier finden. So schlimm und traurig wie dieses Jahr habe ich das langsame Sterben der LGB-Familie noch nie empfunden. Es gab keinen Info-Stand und nur eine Altanlage von 1984. Ich stand am Grab, und niemand war da….
   

Und dann noch das schreckliche sogenannte „Neuheitenprogramm“! Dass die Firma Märklin „versehentlich“ die Marke LGB damals gekauft hat, das kann man ihr natürlich nicht vorwerfen, - immerhin hat sie nach meiner Meinung einen schändlichen Plan damit durchkreuzt. Aber dass sie nach wie vor keinerlei Kontakt zu den LGB-Händlern anstrebt, um herauszufinden, was denn mit dem möglicherweise derzeit kleinen Investitions-Programm optimal wäre, was bei der LGB-Kundschaft gewünscht wird, das ist nicht nur Ignoranz, das ist schon Dummheit! Und das dollste ist, dass die Märklin-Vertreter auch keine Ahnung vom neuen Produkt haben. Gibt es in Göppingen eigentlich keine internen Schulungen? Wenn Märklin wirklich in 2009 den guten Gewinn erwirtschaftet hat, den Insolvenzverwalter Pluta derzeit landauf, landab verkündet, wie wäre der denn nur gewesen, wenn man LGB mit Kopf und Verstand wieder ins Rennen geschickt hätte? Und die Preise wurden in diesem Jahr auch wieder erhöht, - sogar von Modellen, die noch gar nicht erschienen sind. Same procedure as every year, - man fasst es nicht! Von PIKO und deren Erfolgen mit preiswerten Fahrzeugen nie etwas gehört! Rückschlüsse aus Fehlentscheidungen, die zum LGB-Niedergang führten, - Fehlanzeige. 
     

Immerhin soll ja der Ehefrau vom Insolvenzverwalter lt. „Eisenbahn Romantik“- Messefilm das blaue F7-Gespann gut gefallen haben, - na, wenigstens schon einmal 1 Käufer!
Aber es gibt ja seit Kurzem mit Jürgen Faulhaber einen Produktmanager, der im Hause Märklin für die LGB zuständig ist. Der „Gartenbahn Profi“ hat ihn in seiner Ausgabe 2/2010 vorgestellt. Dafür, dass er sich im Hause Märklin schon ein paar Monate in das Thema „LGB“ eingearbeitet haben soll, ist jetzt lt. Messe-Neuheitenvorstellung ja wirklich nichts Überzeugendes heraus- gekommen. Na, ja, - wir müssen abwarten….
  

Die offizielle Verkündigung von Millionengewinnen im Hause Märklin für 2009 durch den Insolvenzverwalter mutet grundsätzlich seltsam an. Wenn es denn so ist, fragt man sich doch, warum kein Käufer gefunden werden konnte? Und warum hat man denn nicht wenigstens eine einzige Formneuheit für die LGB angekündigt und in die Planung genommen? Schließlich muss man die Braut aufhübschen, wenn man sie an den Mann bringen will. Geld allein macht da bekanntlich auch nicht glücklich.
  
 

Jetzt kommt aber das Wichtigste! Die Internetseiten der „LGB-Freunde Much“ wurden am 19. Februar zum 500.000sten Mal aufgerufen! Was sagen Sie nun? Nach knapp 4 Jahren schon eine halbe Million Zugriffe. Übrigens, die neue „historische“ Geschichte über die LGB-Jahre 1980 und 1981 ist schon geschrieben und befindet sich derzeit bei unserer Grafikerin Cordula Abends zur Fertigstellung. Es war damals eine interessante Zeit, - auch, weil die Firma Lehmann seinerzeit ihren 100. Geburtstag feierte. Lang, lang ist’s her….
  

 

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen aus Much!

Ihr H.-Jürgen Neumann

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