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Aus der Redaktion
Tagebuch-Notizen, November / Dezember 2010

 

Das war ja fast wie Weihnachten: Plötzlich und heimlich hatte sich das Bernina-Jubiläums-Set (LGB-Nr. 21000) Mitte Dezember in die Schaufenster der Modellbahnhändler geschlichen. Und siehe da, - das Warten hatte sich gelohnt! Das Dach des Triebwagens war für die Montage mit Lyra-Strom- abnehmerbügeln geändert worden, - und Änderung hatte es auch an dem Aussichtswagen gegeben. Die historische und feine Bedruckung ist einfach eine Augenweide! Der Preis für das Set von unter 1.000 Euro ist auch in Ordnung, selbst wenn man bei Bedarf noch eine Geräusch-Elektronik einbaut bzw. einbauen lässt.
     

Kurz vor Weihnachten erschien dann auch noch die RhB-Jubiläums-Ge 4/4 II (LGB-Nr. 28435). Sie wird zum gleichen Preis wie das Set angeboten, hat aber auch einen werkseitig eingebauten Sound. Auch dieser Artikel ist wirklich sehr nett und farblich gut gelungen! Wer von den RhB-Fahrern jetzt nicht zugreift, dem ist dann wirklich nicht zu helfen! Ich erwähne das nur, weil ich aus den Reihen der Händler höre, dass sehr wenige Bestellungen vorgelegen hätten….
Trotz allem ist es mir völlig unverständlich, warum man im Hause Märklin eine derart schlechte Informationspolitik betreibt. Der Händler wird in keiner Weise von einer Neuauslieferung informiert, und kann demzufolge auch keinen qualifizierten Erscheinungstermin seinem Kunden nennen, - selbst dann nicht, wenn der Artikel schon auf dem Wege ist. 
   

Keine Hoffnung, was einen erfolgreichen Neuanfang nach den Lehmann- Insolvenzen betrifft, hatte offenbar Marion Hötzel, die ihre „Lotus-Lokstation“ am Mondsee in Österreich zum Jahresende schließt. Mit Rundschreiben vom 24.12. stellt sie einen Herrn Michael Nothnagel (welch´ treffender Zufall!) als ihren Nachfolger aus jüngerer Generation vor, und teilt mit, dass die „Lotus- Lokstation“ ihren künftigen Sitz „im Herzen von Salzburg“ haben wird. Zur Spielwarenmesse in Nürnberg würde Herr Nothnagel offiziell vorgestellt. 
 

Was ansonsten noch von der Messe zu erwarten ist? Bekannt sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur die Neuheiten von PIKO: Im Regelspurmaßstab von ca. 1 : 27 wird eine DB E-Lok Baureihe 194 sowie DB Nahverkehrswagen „Silberlinge“ angekündigt, - lieferbar im 4. Quartal 2011. Neben einer Menge von Farbvarianten bekannter Modelle soll es als Formneuheit auch eine US-Mogul geben. Die lässt sich aber dann derzeit sicher nur über den Preis verkaufen, der bei rd. 200,00 Euro liegen wird.

Bei FALLER will man das POLA-G Programm straffen, - was immer das bedeuten mag. Da stellt sich doch die Frage, warum man es nicht gleich sein lässt?
  

Aus der Saganer Straße in Nürnberg gibt es eine neue Nachricht!
  

 

Die Firma Fritz Collischan GmbH & Co.KG, Hersteller von Präzisions- und Wiegetechnik, Zähl- und Verpackungsmaschinen, hat den linken Teil der Immobilie, also den ehemaligen Versand- und Bürobereich bezogen. Und gleich die Fassade in der eigenen, blauen Firmenfarbe umgestrichen. Von dem Gebäudekomplex rechts wird übrigens ein Teil am 24.01.2011 zwangs- versteigert, - siehe Amtsgericht Nürnberg 0005 K 0898/2007. 
 
Vielleicht wird ja 2011 das Jahr, in dem endlich der gordische Knoten durch- schlagen wird! Märklin findet endgültige neue (oder alte) Eigentümer und vielleicht einen neuen Geschäftsführer (vielleicht namens Michael Pluta). Dann wird man sich vielleicht auch wieder verstärkt um die Marke LGB kümmern, und deren Wichtigkeit mehr als in der Vergangenheit würdigen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt….
  

Die eBay-Aktivitäten waren in der Vorweihnachtszeit auch wieder verstärkt zu beobachten. Wohl wissend, dass die Nachfrage steigen würde, hatte mancher seine zum Verkauf bestimmten LGB-Artikel eingestellt. Wer übrigens das erste Mal einstellt, der merkt sehr schnell, dass die Sache nicht ganz so einfach ist, wie es oftmals scheint. Mit einem guten und aussagefähigen Foto fängt es ja schon an. Dann ist auch noch ein aussagefähiger Text zu verfassen. Nicht zu vergessen, die komplette Prozedur, bis der Artikel wirklich auf der Seite steht. Und wenn dann der Verkauf über die Bühne ist, dann muss man sich manches Mal auch noch mit oberlehrerhaften Käufern aus- einandersetzen. Da heißt es erst, man habe die angegebenen Versandkosten übersehen, und warum die denn so hoch wären, da das Porto doch nur geringer wäre. Dass oftmals auch die erforderliche Kartonage gekauft werden muss, wird dann geflissentlich übersehen. Noch dreister sind ja dann die Zeitgenossen, die einen Artikel selbst sehr günstig bekommen, sich dann aber über angeblich zu hohe Versandkosten aufregen und deshalb negativ bewerten. So ist es mir selbst übrigens bei einem gewissen Rolf Schütte (eBay-Namen „boriskaloschnikow“) ergangen. Immerhin hatte er nichts dagegen, seinen Fall hier anzusprechen….
  

Ein schönes Erlebnis hatte ich aber auch noch in diesen Tagen! Einen Anruf von Wolfgang Richter nämlich, der damit meine Weihnachtskarte erwidern wollte. Wir haben ein bisschen erzählt, - auch über frühere gemeinsame Aktivitäten, über die Zukunft der LGB und über persönliche Dinge. 
  

 

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen aus Much!

Ihr H.-Jürgen Neumann

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